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______Samuel Schmid______
 
       
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Leserbriefe 2009


** Leserbrief vom 20. November an die Aargauer Zeitung:

"Land des Islam" oder "Land der Freiheit"?

AZ vom 20. November: "'Ja' wäre ein Geschenk an die Fundamentalisten"

Die Frage stellt sich, was sich bei einem Nein zur Anti-Minarett-Initiative in der Schweiz verändern würde. Vorerst nicht viel. Die Islamisierung würde weiter voranschreiten, der Machtanspruch des Islam würde immer sichtbarer werden, unsere Gesellschaft würde sich immer mehr vom Islam bestimmen lassen. Die Minarette würden bezeugen und in einigen Jahren die Rufe der Muezzin verkünden: Die Schweiz ist «Land des Islam».

Es ist zu hoffen, dass es noch genügend mutige und unerschrockene Schweizer gibt, die sich wie unsere Vorfahren nicht fremden Mächten beugen. Stimmbürger, die sich nicht von der Drohung einer «verheerenden Kettenreaktion» gegen die Schweiz auf die Freitagspredigt islamischer Geistlicher hin einschüchtern lassen. Leute, die sich nicht vom arroganten Machtgehabe von Gaddafi und Co. beeindrucken lassen. Wenn eine Schweizer Volksinitiative mit dem brutalen Mord an einer Ägypterin im Dresdner Gerichtssaal verglichen wird, spricht dies für sich. Ein «Nein» zur Initiative wäre ein Kniefall vor dem Machtanspruch des Islam und ein Geschenk an die islamischen Fundamentalisten. Aber mit einem «Ja» bekräftigen wir unsere Werte, unsere Freiheit und Demokratie – allen Drohungen und aller Angstmacherei zum Trotz. Ein Ja zur Initiative ist ein Ja zu unserer Schweiz als «Land der Freiheit».




** Leserbrief vom 2. Juli an Sonntag AZ:

Zynisch und lebensverachtend

Sonntag AZ vom 28. Juni: "Bei Exit reicht ein Pfarrer den Giftbecher"

Kein Mensch hat sein Leben selber verschuldet. Jedem und jeder wurde das Leben geschenkt. Mit diesem Geschenk Gottes sollen wir verantwortungsvoll umgehen. Jedes Leben – auch das kranke, alte, behinderte Leben – ist wertvoll und lebenswert. Für den christlichen Glauben ist es daher eine Anmassung, eine Überhebung, ein sich Gott gleich Stellen, wenn jemand dem Leben ein Ende setzt – dem Leben eines Anderen durch Mord oder dem eigenen durch Selbstmord.

Hinter jedem Suizid steht eine tragische Geschichte. Wir dürfen Menschen, die diese Entscheidung getroffen haben, in keiner Weise verurteilen. Aber wir haben den Auftrag, jede Möglichkeit auszuschöpfen, um den Menschen in grossen Nöten den «Glauben ans Leben» zu stärken und sie zu ermutigen. Jesus Christus sagte, dass Er das Leben ist. Das Evangelium von Jesus Christus ist die Botschaft der Hoffnung und des Lebens. Ein Pfarrer, ein «Diener am Wort Gottes», sollte genau diese Botschaft verkündigen!

Was erwarten wir von der Feuerwehr bei einem brennenden Haus? Dass sie das Feuer löscht oder es mit Brandbeschleuniger noch ganz abfackelt? Wenn ein Pfarrer statt dem «Wasser des Lebens» den Giftbecher reicht, ist dies zynisch und lebensverachtend.




** Leserbrief vom 21. Juni an die Aargauer Zeitung:

Der Weg aus der Krise beginnt im Kopf

AZ vom 16. Juni: "Schweizer heiraten öfter"

In den Jahren der Hochkonjunktur schienen materieller Wohlstand und hoher Lebensstandard das Erstrebenswerte zu sein. Auf dem Altar der Karriere, der persönlichen Freiheit und der Selbstverwirklichung wurde dabei so manche Beziehung und Familie geopfert.

Gemäss Studie lässt die Wirtschaftskrise nun die immateriellen Werte wieder wichtiger werden. Ein heilsames Erwachen aus der Traumwelt des Materialismus! Die Lebensqualität zeigt sich nicht am Kontostand! Der soziale Zusammenhalt gilt wieder etwas. Die emotionale Geborgenheit ist wieder wichtig. Und viele erkennen, dass diese Geborgenheit in der Ehe «emotionaler, langfristiger und nachhaltiger» ist.

«Der Aufschwung beginnt im Kopf.» So heisst ein bekannter Slogan. Noch besser: «Der Weg aus der Krise beginnt im Herz!» Gesellschaftliche wie persönliche Krisen können nur im Herz und mit Herz überwunden werden, und zwar indem wir uns auf die Werte besinnen, auf denen unser Land aufgebaut wurde: christliche Werte wie Nächstenliebe, Aufrichtigkeit, sozialer Zusammenhalt, Geborgenheit, Ehe und Familie. Die Werte der Bibel sind heilsam und gut, langfristig und nachhaltig – und bringen echte Lebensqualität.




** Leserbrief vom 21. April an verschiedene Schweizer Zeitungen:

Mitgegangen - mitgefangen

Leserbrief zur Anti-Rassismus-Konferenz in Genf

Eine alte Volksweisheit lautet: «Sag mir, mit wem du gehst, und ich sag dir, wer du bist.» Einmal mehr bewahrheitet sich dies auch bei der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf.

Wenn eine sogenannte Anti-Rassismus-Konferenz dem Holocaust-Leugner Achmadinedschad als Ehrengast die Plattform gewährt, seine Hasstiraden zu inszenieren, hat sich die Konferenz schon selber diskreditiert. Mit einem solchen Hauptredner bezieht die Konferenz Position. Zahlreiche westliche Länder, z.B. Deutschland und Italien, haben dies erkannt und wollten sich nicht vom islamistischen Diktator Irans instrumentalisieren lassen. Sie zeigten Rückgrat und blieben der Konferenz fern. Andere wiederum haben wenigstens in letzter Minute Grösse bewiesen und den Konferenzsaal während der Rede verlassen.

Die Schweiz bietet als neutrales Land allen Staaten ihre guten Dienste der Vermittlung an. Dies gehört zur Tradition unserer Aussenpolitik und hat sich bewährt. Die Schweizer Aussenpolitik hat sich allerdings unter Micheline Calmy-Rey von glaubwürdiger Neutralität schon längst verabschiedet. Der diplomatische Schmusekurs unserer Aussenministerin anlässlich ihres Iran-Besuches – mit Kopftuch – war ein Zugeständnis an den iranischen Despoten. Ein weiteres trauriges Kapitel stellt die Schweizer Teilnahme an dieser Konferenz in Genf dar und das Essen von Bundespräsident Merz mit Achmadinedschad. Der Höhepunkt der tendenziösen Schweizer Politik ist die Tatsache, dass die Schweizer Delegation sich dem Protest nicht anschloss, sondern sitzen blieb. Ein islamistischer Diktator hetzt gegen Israel, den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten, und bekräftigt mit seinen Aussagen sein Ziel, dass Israel von der Landkarte verschwinden muss – und die Schweiz bleibt sitzen. Dies ist skandalös und beschämend.

Der Bundesrat reagierte vor kurzem beleidigt auf die «Indianer»-Aussagen des deutschen Finanzministers Steinbrück – die Reaktion Israels hingegen, dem das Existenzrecht abgesprochen wird, bezeichnen Schweizer Politiker als «absolut übertrieben». An der Anti-Rassismus-Konferenz handelte das EDA einmal mehr unserer humanitären und demokratischen Tradition unwürdig. Änderungen im Bundesrat sind dringend nötig.




** Leserbrief vom 3. April an verschiedene Schweizer Zeitungen:

Tagesanzeiger betreibt Hetzkampagne

Leserbrief zu Artikeln in «NEWS» vom 30./31.3. «Frömmler sind eine Gefahr»

«An der Pädagogischen Hochschule Zürich wimmelt es von Frömmlern und religiösen Fundamentalisten.» Zu diesem Schluss kommt die Pendlerzeitung NEWS aufgrund der Aussage, dass fast ein Drittel der Studierenden einer Freikirche angehören soll. Im Boulevardstil bezeichnet die Gratiszeitung des Tagesanzeigers freikirchliche Christen als «Fundis», «Frömmler» und «religiöse Extremisten».

Die Schule hat einen Bildungsauftrag. Indoktrination, von welcher Seite auch immer, gehört nicht an die Schule. Unsere Verfassung gewährt allen Menschen in der Schweiz Glaubens- und Gewissensfreiheit – auch den Lehrpersonen. Auch sie dürfen ihren Glau-ben und ihre eigene Überzeugung haben – solange sich diese nicht bedrängend oder vereinnahmend auswirken. Sie haben vielmehr die Verantwortung, unsere Kinder auf der Grundlage unserer abendländischen Werte und Kultur zu Toleranz und Respekt anders Denkenden und Glaubenden gegenüber zu erziehen.

«Fundamentalisten» und «religiöse Extremisten» sind Attribute, die für militante Islamisten und Terroristen gebraucht werden. Wenn das Medienhaus Tagesanzeiger frei-kirchliche Christen mit diesen Begriffen verunglimpft, ist dies grobfahrlässig und diffamierend. Solcher Journalismus hat mit seriöser Berichterstattung nicht das Geringste zu tun. Als Pfarrer und Politiker wehre ich mich entschieden gegen jede Art von Pauschalverurteilung religiöser, ethnischer oder sozialer Gruppen. Die Geschichte lehrt uns, dass genau mit solchen verbalen Ghettoisierungen und Schuldzuweisungen der Weg zu den grössten Verbrechen der Menschheit vorbereitet wurde. Dass sich eine grosse Tageszeitung zu solcher Stimmungsmache hinreissen lässt, ist höchst bedenklich.

NEWS zitiert Hans-Jürg Keller, Prorektor und PHZ-Ausbildungsverantwortlichen, wie folgt: «Wenn jemand überzeugt ist, Andersgläubige kämen in die Hölle, ist er als Lehrer am falschen Ort.» Wenn ein Prorektor nicht unterscheiden kann zwischen der persönlichen, durch die Bundesverfassung garantierten Glaubensfreiheit einer Lehrperson zum einen und Indoktrination zum andern, sind Zweifel an seiner Kompetenz angebracht. Ein Prorektor, der grundlos angehende Lehrpersonen an den Pranger stellt, ist am falschen Ort.

Lassen wir uns nicht von Hetzkampagnen vereinnahmen, sondern begegnen wir einander mit Toleranz und Respekt.



** Leserbrief in der Aargauer Zeitung vom 12. März:

Unangebracht und undemokratisch

Im Resultat der Wahlen in den Grossen Rat sieht der Berichterstatter als «Preis der neuen Vielfalt: eine starke Parteienzersplitterung». Sein Fazit: «Die Wahlhürde im Aargau ist jetzt augenscheinlich zu tief.» Tatsächlich hat sich der Aargau für mehr Vielfalt entschieden. Mit der GLP, BDP, EDU und SD ziehen vier national bekannte Parteien ins Parlament ein und werden zu mehr Farbe beitragen. Auf diese vier Parteien entfallen insgesamt 13 Sitze oder 9 % der Parlamentarier. In diesem Kontext von einer „starken Zersplitterung“ zu sprechen, ist wohl reichlich unangemessen und unangebracht.

Der Aargau hat erstmals in seiner Geschichte nach einem Wahlsystem gewählt, das die tatsächlichen Stimmenverhältnisse abbildet. Jede Stimme kam jener Partei zu gut, der sie gegeben wurde. Bezüglich der kantonalen Sitzzuteilung auf die Parteien ist der Doppelte Pukelsheim ohne Quorum das demokratischste Wahlverfahren. Zu behaupten, die Wahlhürde sei zu tief, ist nicht nur sachlich falsch sondern auch undemokratisch. Allen Unken-rufen zum Trotz repräsentiert das neue Parlament den Willen der Wählenden – ohne nennenswerte Zersplitterung. Eine erneute Diskussion unseres Wahlsystems, das am 8. März seine Bewährungsprobe bestanden hat, trägt höchstens zur Politikverdrossenheit und Wahlabstinenz bei. Politiker wie Medien sind jetzt aber gefordert, sich konstruktiv ein-zusetzen und sich um die tatsächlichen Probleme in unserem Kanton zu kümmern. Dafür sind wir gewählt!